Außergewöhnlich

am 9. Juli 2016

Als bekennende Vielleserin und Unipendlerin bin ich immer auf der Suche nach guten Büchern um die Stunden im Zug zu verkürzen. Durch Zufall stolperte ich über Sturm auf Amber- Väter und Söhne und fand das, wonach jeder Leser Ausschau hält: angelockt vor allem durch das wirklich wunderschöne Cover und den vielversprechenden Klappentext begann ich an zu lesen und schon nach den ersten Seiten hatte mich die Geschichte so in ihren Bann gezogen, dass ich nicht mehr aufhören konnte.

Ilari Thorbjörnson, der Sohn eines nordischen Adeligen wird als Botschafter seines Landes nach Amber geschickt. Die reiche Insel steht kurz vor einem Krieg, da feindliche Heere sie besetzen und ihre Reichtümer rauben wollen. Auf Amber fühlt Ilari aufgrund seiner Herkunft zunächst sehr die Ablehnung der Bevölkerung, aber er findet auch treue Freunde und in einem Mündel der Königin sogar die Liebe seines Lebens. Doch er macht sich auch mächtige Feinde und muss letztendlich mit seinem besten Freund Oskar und einigen Freunden fliehen. Ihr Ziel ist Konbrogi, ein verwunschenes Land Ambers, das eng mit den Fürsten des Nebels verbunden ist, die über die magischen Nebelländer herrschen. Ilari sucht bei ihnen Schutz, aber nicht nur sein Schicksal steht auf dem Spiel, sondern auch das ganz Ambers, das ohne die Hilfe der Fürsten nicht in der Lage wäre, sich gegen seine zahlreichen Feinde zu verteidigen.

Die Geschichte, die hier erzählt wird ist außergewöhnlich und hebt sich angenehm von der Masse an immer gleichen Dystopien und Dramen ab, die derzeit die Buchläden beherrschen. Sie ist sehr komplex, was ich persönlich sehr zu schätzen wusste. Die Spannung wird von der ersten bis zur letzten Seite konstant oben gehalten, auch ein Talent, das nicht viele Autoren haben.
Auch die Charaktere sind allesamt sehr außergewöhnlich. Ilari als Protagonisten lernt man natürlich am besten kennen, er wirkt sehr authentisch und reliabel, da er die Eigenschaft hat, sich durch nichts und niemanden wirklich aus der Ruhe bringen zu lassen. Der interessanteste Charakter ist meiner Meinung nach allerdings Ilaris Onkel Björn. Er ist als Person schwer zu durchschauen und man kann nie voraussehen, was er als nächstes tun und auf wessen Seite er sich stellen wird.
Am bemerkenswertesten an Sturm auf Amber ist aber die Welt, in die der Leser geführt wird. Sie ist lebendig, voller Details und Magie und muss sich definitiv nicht hinter einem Tolkien oder Eddings verstecken. Der Stil, in dem das Buch geschrieben ist, ist ebenso außergewöhnlich wie seine Geschichte. Ich hab oft die Erfahrung gemacht, dass ein Buch eine gute Geschichte erzählt, die Sprache allerdings oft schwer erträglich banal war. Sturm auf Amber dagegen überzeugt mit einem eher kunstvollen, komplexeren Stil. Der ein oder andere wird sich daran vielleicht erst gewöhnen müssen, aber sobald man sich darauf eingelassen hat versinkt man vollkommen in dieser wunderbaren Welt.
Fazit: Handlung, Charaktere, Sprache alles top. Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen, natürlich vor allem Fantasyliebhabern aber auch Lesern, die sonst andere Genres bevorzugen kann ich nur raten, Sturm auf Amber eine Chance zu geben. Es wird sich definitiv lohnen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzungen.
Ich habe mir übrigens, nachdem ich das Ebook gelesen habe, auch das Taschenbuch bestellt. Auch das ist sehr gut gelungen, vor allem das Cover und die Karten kommen in diesem Format noch besser zur Geltung 🙂

Schöne Fantasygeschichte

am 11. Juli 2016

Ich gebe es gerne zu; zu Beginn tat ich mich schwer mit den etwas ausschweifenden, arg detaillierten Beschreibungen, bei denen die Sätze nicht immer leicht zu lesen waren. Aber ich habe mich dann doch schnell daran gewöhnt und mich einfach darauf eingelassen.

So konnte ich Ilari, den männlichen Protagonisten gleich auch ganz gut kennen lernen. Ich erfuhr von seiner schwierigen Situation, seiner „Beziehung“( nicht was ihr denkt, alles ganz brav) zu dem Königssohn und auch einiges über Ilaris Charakter. Auch die Umstände der anderen wurden gut erklärt. Ilari mochte ich aber von allen am liebsten, ganz einfach weil er auch sympathisch rüberkommt.

Die Handlung an sich ist gut durchdacht, die Geschichte, sowie die Hintergrundinformationen passen gut dazu und verleihen ihr die nötige Tiefe.Die Beschreibungen sind allesamt wie schon erwähnt sehr ausführlich so das man sich auch viel unter allem Vorstellen kann, da hätte ich mir an einigen Stellen etwas weniger Infos gewünscht, weil es ab und zu etwas überladen wirkte, aber alles in allem hat es Spaß gemacht Sturm auf Amber zu lesen.

Fazit:
Also mir hat die Geschichte um Ilari gefallen, die Handlung war gut durchdacht, sehr detailliert und die Charaktere schön ausführlich. jedenfalls Ilari. Was mich ein wenig gestört hat, waren mittendrin die Informationen die, die Geschichte nicht wirklich vorangetrieben haben. Da wurde mittendrin ein wenig zu sehr in die Tiefe gegangen. Das gab einen Stern Abzug. Aber sonst wurde ich gut unterhalten. Fantasy Fans die es gerne etwas ausführlicher mögen können sich bei Sturm auf Amber sicher wohlfühlen.

Erfrischend anders

am 23. Juni 2016
Nachdem ich seit nunmehr 8 Jahren gespannt die Entwicklung der sogenannten Jugendliteratur verfolgt und mich auch selbst mit dem Schreiben beschäftigt habe, ist Sturm auf Amber: Väter und Söhne eine wundervolle Abwechslung zu all den immer gleichen Büchern die den Markt überfluten.
Ilari Thorbjörnson wird an den Hof König Bornwulf Paefords nach Tamweld geschickt, mitten in das kurz vor einem großen Krieg stehende Amber. Die fremde Umgebung und auch die Ablehnung der Bevölkerung und auch einiger Palastbewohner machen ihm zu schaffen, doch die Freundschaften, die er in dieser Zeit zu knüpfen vermag, sind etwas ganz besonderes.
Nichtsdestotrotz droht Krieg und der macht auch vor Ilari und seinen Freunden Oskar und der Königstochter Leana nicht halt. Vor einem Feind aus den eigenen Reihen fliehen sie nach Konbrogi, dem Land auf Amber, das am dichtesten mit Magie verwoben ist und das unter dem Schutz der Nebelfürsten steht.
Die Zahl von Verbündeten ist gering und die Macht der Feinde zu groß. Die Lage auf Amber scheint aussichtlos und das Schicksal der Insel liegt in Ilaris Händen.
Schon alleine die Idee und das Grundgerüst der Geschichte sprechen für sich. In all den Jahren habe ich zwischen Suzanne Collins, John Green, Michael J. Sullivan, Isabell Pfeiffer und auch Alice Gabathuler Charaktere wie Ilari und Oskar vermisst. Charaktere, die auf ihre eigene Art tiefer gehen, als ganze Bücher aus der endlos erscheinenden Reihe an Dystopien die einen großen Teil der aktuellen Literatur ausmachen.
Die Länder und einzelnen Schicksale wirken so akribisch geplant wie ein Tolkien und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, auch wenn sie natürlich hinter der Rettung Ambers anstehen muss.
Alles in allem ist Sturm auf Amber: Väter und Söhne ein wunderbarer Auftakt zu einer Reihe von hoffentlich ebenso guten Fortsetzungen.
Für Fans von Herr der Ringe ein Muss, aber auch wer Game of Thrones mag, wird dieses Buch lieben, es ist nämlich noch um einiges sinnvoller.

Fulminantes Ende auf Amber

Nebellaender - Triumph der Koenige
AntoniaRösler

12. Mai 2018

Format: Taschenbuch

 

Sehr empfehlenswert

5.0 von 5 Sternen: Sehr empfehlenswert

von anna_wittig

Da ich nicht annehme, dass jemand mit Band 2 beginnt, und da ich Band 1 bereits rezensiert habe, knüpfe ich dort an. Oftmals knickt ein zweiter Band etwas ein gegenüber dem ersten. Nicht so bei Thea Perleth. Ich habe mit der gleichen Spannung und Konzentration weitergelesen. Weil sie auch hier in ihrer Geschichte gelebt hat. Weil sie dieser Welt, ihren Charakteren, ihrer Liebe zum Detail und ihrem Schreibstil treu geblieben ist. Diese Autorin lädt sie nicht zu einem Sprint ein, sondern zu einem langsamen Lauf. Ich lese schnell, quer, wenn es mir zu langsam geht und werfe auch gelegentlich einen Blick auf die letzten Seiten. Das ist mir hier nicht passiert. Ich bin mit Genuss in das Geschehen eingetaucht, habe langsam und konzentriert gelesen, um nichts zu verpassen. Ein erstaunliches Debut, liebe Autorin. Was kommt als Nächstes?

Klasse Fortsetzung einer fantastischen Geschichte mit Vorfreude auf Teil 3

5.0 von 5 Sternen. Klasse Fortsetzung einer fantastischen Geschichte mit Vorfreude auf Teil 3

von grit0707

Klappentext:
Die Nordleute rüsten sich für den großen Sturm auf die Insel Amber. Um diesen abzuwehren, arbeitet König Bornwulf von Dinora an einem Verteidigungsbündnis der Königreiche auf Amber, in das auch die Königin der Insel Bratana eingebunden werden soll. Doch die Menschen erkennen, dass sie ohne die Hilfe der Fürsten der Nebelländer den Angreifen wohl unterlegen sein werden. In einem gemeinsamen Rat im Königreich Konbrogi, das sich nie von der Fürsten abwandte, versuchen sie daher, die Hilfe der Fürsten für die Rettung der Insel zu erlangen. Doch die Vergangenheit macht ein Bündnis für beide Seiten schwierig. Prinzessin Leana gelingt es schließlich, eine neue Verbindung zu den Nebelfürsten herzustellen. Ilari und Oskar übernehmen noch vor dem Abschluss der schwierigen Verhandlungen neue Aufgaben auf Amber und auch Prinzessin Hrodwyn findet ihren Platz zur Verteidigung ihrer Heimat.

Meine Meinung:
Ich war bereits vom ersten Teil der Saga um die Insel Amber begeistert und wollte natürlich wissen wie es mit Oskar und Ilari weiter geht. Als erstes ist mir wieder die Übersichtskarte von Amber aufgefallen. So kann man sich vorstellen wie das Reich aufgeteilt ist. Auch das Personenverzeichnis am Ende des Buches fand ich hilfreich, ich musste doch nochmal nachschauen wer zu welchem Reich gehört.
Der Schreibstil war wie bei Teil 1 flüssig und ich war ziemlich schnell wieder in der Geschichte angekommen. Ich mag Ilari und Oskar immer noch sehr. Doch auch andere Protagonisten sind sympathisch, wie z.B. Kalia, die Nebelfürstin oder Leana. Berrex hat mich etwas enttäuscht, er zeigt jetzt eine Seite, die mir nicht gefällt, dabei war ich im ersten Teil noch von ihm angetan. Alles in allem bin ich fasziniert von der Erzählweise von Thea Perleth und ihrem Ideenreichtum für ihre Geschichte.

Mein Fazit:
Der 2. Teil von „Sturm auf Amber“ hat mich wieder überzeugt. Er ist bei dieser Saga von Vorteil, wenn man den 1. Teil bereits gelesen hat. Für einen Leser, der fantastische Literatur mag, ist „Sturm auf Amber“ auf jeden Fall eine Leseempfehlung. Und man darf gespannt sein, wie es weiter geht.

Komplexe und spannende High Fantasy

4.0 von 5 Sternen: Komplexe und spannende High Fantasy

von Buchstabentraeumerin

Kurzmeinung: Liebe zum Detail, ein spannender Plot und hervorragend angelegte Charaktere lassen den Leser ganz tief in die Geschichte eintauchen.

Bei „Sturm auf Amber – Die alte Welt zerbricht“ handelt es sich um Band 2 einer High Fantasy-Reihe von Thea Perleth. Zu Band 1, „Väter und Söhne“ schrieb ich, dass die Geschichte alles bietet, was ich mir von dem Genre erhoffe. Fremde Länder und Völker, Konflikte und Intrigen, Bösewichte und Helden, ein Hauch Magie und eine Ahnung von Liebe. Auch in der Fortsetzung wird all dies geboten, so dass es an kaum etwas mangelte. Sogar ein wenig mehr Liebe kam ins Spiel, und dass, obwohl sich die Lage in Amber beständig zuspitzt.

Die Nordleute werden eine immer massivere Bedrohung für die Länder Ambers, die angesichts dessen sowohl Allianzen bilden, als auch die Fürsten der Nebelländer zu überzeugen versuchen, sich für die Menschen von Amber stark zu machen. Zwei enorm schwierige Unterfangen, denen sich Ilari, Oskar, König Bornwulf und viele andere ausgesetzt sehen.

In „Die alte Welt zerbricht“ faszinierte mich vor allem die Komplexität der Handlung. Thea Perleth beleuchtet nicht nur detailliert die bedeutsamen Schachzüge auf dem Weg zu einem vermeintlichen Sieg gegen die Nordleute, sondern widmet sich auch intensiv den Gedanken, Gefühlen und Zielen eines jeden einzelnen Charakters. So viele Fäden in den Händen zu halten und gleichzeitig die Spannung aufrecht zu erhalten, finde ich ziemlich beeindruckend.

ZU GUTER LETZT REICHTEN SICH ZUM ZWEITEN MAL IN DER GESCHICHTE AMBERS DIE MENSCHEN UND SILVEN DIE HAND IM FRIEDEN UND IN DER GEWISSHEIT, SICH NICHT ZU VERRATEN. (SEITE 271)Was mich ein wenig störte war, dass die Autorin nicht allen Elementen der Geschichte die gleiche Aufmerksamkeit zukommen lässt. So blieben emotionale Entwicklungen angedeutet und für mich schwer nachvollziehbar. Aufkeimende Liebe zwischen zwei Charakteren wurde recht nüchtern in einigen Sätzen abgehandelt. Nach dem Motto: Er sah sie und wusste sofort, das würde seine Frau werden. Andernfalls würde er nicht mehr glücklich werden. Er fragt sie, sie sagt Ja, dann heiraten sie. Fertig. Versteht mich nicht falsch, ich erwarte in High Fantasy keine große Liebesgeschichte, doch ich erwarte schon, Emotionen nachempfinden zu können. Angesichts der bisweilen doch sehr kühlen Schilderung war mir das nicht möglich.

Dies machte jedoch das große Ganze wieder gut, denn einem klassischen Plot „Gut gegen Böse“, der noch dazu richtig gut aufgebaut ist, kann ich nur schwer widerstehen. Es treffen Kriegsstrategien und Heldenabenteuer aufeinander, das Schicksal des Volkes auf das von Königen und Königinnen, aus dem einfachen Mann wird einer, der einer neuen Bestimmung folgt. Und, was mir besonders gut gefiel, die Frauen in „Die alte Welt zerbricht“ sind alles andere als zarte Prinzessinnen und ängstliche Königinnen. Ganz im Gegenteil! Sie sind es maßgeblich, die für Amber alles geben und den Männern so einiges voraus haben.

Fazit„Sturm auf Amber – Die alte Welt zerbricht“ von Thea Perleth hat mich im Grunde ebenso gut unterhalten wie Band 1, „Väter und Söhne“. Die Liebe zum Detail, ein spannender Plot und hervorragend angelegte Charaktere lassen den Leser ganz tief in die Geschichte eintauchen. Einige emotionale Entwicklungen wurden zwar nicht in dem Grad ausgeführt, den ich mir gewünscht hätte, doch dies tut dem positiven Gesamteindruck insgesamt keinen Abbruch. Eine Empfehlung für alle Leser, die sich mit Muße in ein High Fantasy-Abenteuer stürzen möchten.

Absolut gelungene Fortsetzung!!

5.0 von 5 Sternen: Absolut gelungene Fortsetzung!!

von Bea76

Kurzmeinung: Absolut gelungene Fortsetzung, es geht spannend weiter!

Nun konnte ich endlich diese wundervolle Geschichte weiter lesen und Ilari, Oskar und die anderen bei ihren phantastischen Abenteuern weiter begleiten.

Ich bin nach wie vor total begeistert von Oskar, Ilari, Björn und einigen Fürsten der Nebelländer. Klar die anderen sind auch toll mit Ausnahme von Edbert und Berrex und so, aber es kann ja erstens nicht jeder so toll sein und zweitens muss es ja auch Fieslinge geben.

Hoffe mal sehr es geht bald weiter mit Teil 3!

Geschrieben ist das ganze wieder wirklich toll, es macht Spaß es zu lesen und ja es fesselt auch. Also erwartet hier bitte nichts eine lockere Leseeinheit, es gibt Spannung, Action und klar auch ein bisschen was fürs Herz.

Bitte weiter so! Ich bin schon total gespannt wie es weitergeht.

Sturm Auf Amber II: Ein beeindruckendes Werk…

4.0 von 5 Sternen: Sturm Auf Amber II

von KristinSchoellkopf

Kurzmeinung: Ein beeindruckendes Werk…

Ich habe mein Exemplar des Romans direkt von Thea Perleth zugeschickt bekommen, vielen Dank an dieser Stelle!

Das Cover ist an das des ersten Bandes angelehnt, was ich sehr passend finde, da man so sofort erkennen kann, dass die beiden Romane zusammengehören. Auch ist sofort zu erkennen: Ich bin dabei, einen Fantasyroman zu lesen! Ich liebe es, wenn Cover den Inhalt des Romans widerspiegeln, ohne etwas zu verraten.

Der Roman beginnt dort, wo Band I aufhörte. Da die Handlung und die Geschichte an sich durch viele Charaktere und Schauplätze recht komplex ist, möchte ich Euch nicht mehr verraten, als schon im Klappentext angegeben ist. Wie ich schon in der Rezension zu Band I geschildert habe, erinnert mich diese Reihe sehr an „Herr der Ringe“.
Ich bin immer wieder überrascht, wie toll Thea Perleth ihre Geschichten durchdenkt, auch muss ich zugeben, dass ich öfters einmal verwirrt war, da ich die Protagonisten nicht auseinanderhalten konnte, da alle eine wichtige Rolle zu spielen scheinen.

Die Charaktere sind sehr gut an die fiktive Welt angepasst und der Leser nimmt ihnen den Kampf um ihr Land ohne Widerspruch ab. Oftmals habe ich Probleme, den Charakteren die Ernsthaftigkeit zu glauben, hier jedoch, fiel es mir überhaupt nicht schwer.

Thea Perleths Schreibstil ist phenomenal! Zu einer fantastischen Geschichte gehört ein Schreibstil, welcher den Leser in die fremde Welt entführen kann und dies, ohne dem Leser die eigene Fantasie zu stehlen.

Fazit
„Sturm auf Amber II“ ist ein sehr guter Fantasyroman, welcher mich allerdings an der ein oder anderen Stelle durch etwas zu viele Charaktere und Geschehnisse verwirrte.

Genauso gut gelungen wie Teil 1

4.0 von 5 Sternen: Genauso gut gelungen wie Teil 1

von Vanessa-v8

Inhalt: Die Nordleute rüsten sich für den großen Sturm auf die Insel Amber. Um diesen abzuwehren, arbeitet König Bornwulf von Dinora an einem Verteidigungsbündnis der Königreiche auf Amber, in das auch die Königin der Insel Bratana eingebunden werden soll. Doch die Menschen erkennen, dass sie ohne die Hilfe der Fürsten der Nebelländer den Angreifen wohl unterlegen sein werden. In einem gemeinsamen Rat im Königreich Konbrogi, das sich nie von der Fürsten abwandte, versuchen sie daher, die Hilfe der Fürsten für die Rettung der Insel zu erlangen. Doch die Vergangenheit macht ein Bündnis für beide Seiten schwierig. Prinzessin Leana gelingt es schließlich, eine neue Verbindung zu den Nebelfürsten herzustellen. Ilari und Oskar übernehmen noch vor dem Abschluss der schwierigen Verhandlungen neue Aufgaben auf Amber und auch Prinzessin Hrodwyn findet ihren Platz zur Verteidigung ihrer Heimat. Meinung: Erzählt wurde die Geschichte in der objektiven Sicht. So wirkliche Hauptpersonen wie im 1. Band gibt es aber nicht mehr, denn so circa alle 2-3 Kapitel wechselt die Person, von der erzählt wird. Dadurch lernt man die Beweggründe nicht nur von der guten, sondern auch von der bösen Seite, kennen, und die Geschichte wird ziemlich kompakt. Es macht zwar Spaß, alle Protagonisten ein bisschen persönlicher kennen zu lernen, jedoch habe ich sehr schnell den Überblick verloren, wer wer ist & was er wieso möchte. Es gab so viele Leute, von denen man den Namen, den Status, den Partner und die Geschichte kennen musste, dass es wirklich schwierig war, sich alles zu merken. Ich hätte lieber weniger Personen im Vordergrund stehen gehabt, und dafür mehr von Ilari und Oskar, die mir sehr symphatisch sind. Aber um die Geschichte erzählen zu können, war das wohl so nötig. Der Schreibstil war wie immer – leicht(bis auf einige Ausnahmen) zu lesen, die Situationen bildlich vorstellbar. Im letzten Band hatte ich das Problem, dass ich mich manchmal durch die Abschnitte kämpfen musste, und Wort für Wort wiederholte. Das war jetzt aber zum Glück gar nicht mehr bis nur selten der Fall. Übermäßig spannend war es leider nicht so sehr. Klar, es wurden viele Verbindungen, von denen man nie geahnt hätte, bekannt, und es gab auch einige Szenen, bei denen mir der Atem stockte. Jedoch befinden sich die handelnden Personen im Großteil des Buches nur in der Vorbereitung zur Abwehrung des Sturmes auf Amber. Im Gegensatz zu dem ersten Band ist der Fantasyteil diesmal nicht zu kurz gekommen. Die Welt der Nebelländer ist wirklich sehr interessant und mystisch. Besonders von den dort herrschenden Fürsten hat man viel erfahren. Das Cover gefällt mir leider nicht ganz so gut. Den Hintergrund, mit den Steinen am Boden, den Blitzen und Wolken am Himmel, und die mysteriöse Rune in der Mitte, mag ich zwar, doch die giftgrüne Färbung passt so gar nicht dazu. Eine andere Farbe hätte mir besser gefallen. Besonders das Personenverzeichnis hinten im Buch brauchte ich sehr oft. Dadurch konnte ich schnell Mal nach gucken wer wer ist und musste nicht ellenlange Texte erneut lesen. Auch bei der Stammes- und Thronfolge war es sehr hilfreich. Die Landkarte von Amber und den umliegenden Inseln ist sehr gut. Vor allem Dingen wenn von jemanden berichtet wurde, der sich auf einer Reise befindet, konnte man die zurückgelegte Strecke genau verfolgen. Fazit: Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es war sogar ein bisschen besser als der Vorgänger, vielleicht weil man den Hauptanteil der Protagonisten schon kannte. Jedoch hatte ich mit dieser Vielzahl an Leuten & ereignissreichen Vergangenheiten immer noch große Probleme. Deswegen gibt es „nur“ 4 von 5 Sterne dafür. 🙂